Verschwörung der WocheBahnstreik
Deutschland - Die GDL streikt, schon länger, und möchte ein neues Angebot, schon länger, und irgendwie passiert nicht wirklich viel, schon länger. Von einem großen wirtschaftlichen Schaden wird gesprochen. Großer Schaden vorallem für die Bürger, die auf die Bahn angewiesen sind und jetzt auf Flugzeuge, Autos und Taxen umsteigen. der aufs Flugzeug ausweichen (gut für die Airlines). Und achja, Güter müssen von der Schiene auf die Strasse, gut für Transportfirmen und indirekt wieder gut für die Ölkonzerne. Und da weder Bahn noch GDL zurzeit am Zustand was ändern, muss die Frage erlaubt sein, ob da etwa Absicht dahinter steckt?
Unglaubliches der WocheVerfassungswidrig
Berlin - Was passiert, wenn ein Verteidigungsminister nicht mit dem Verfassungsgericht einverstanden ist? Er möchte eine Verfassungsänderung. So passiert diese Woche in Deutschland. In Deutschland! Darum geht es: Darf man ein Passagierflugzeug abschießen, wenn dadurch Menschenleben gerettet wird? Gilt die Rechnung, ich opfere wenige um viele zu retten? Und vorallem, geh ich als Minister bzw. Soldat strafffrei aus, wenn ich dieses tue? Das Verfassungsgericht entschied eindeutig, es kann keinen Abschußbefehl geben. Die Entscheidung Leben gegen Leben, kann nicht im Vorwege gerechtfertigt und verallgemeinert werden, sondern muß von Fall zu Fall abgewogen werden. Tötung bleibt es aber trotzdem. Das will der Verteidigungsminister so nicht hinnehmen und zieht deswegen eine Verfassungsänderung (!) in Betracht. Gegen die unantastbare Würde des Menschen.
Glückwunsch der Woche
An Kimi Räikkönen,
für seinen endlich bestätigten Formel-1-Titel. Was für eine fürchterliche Saison liegt hinter uns, die von Spionageaffäre, Erpressungen, einem grandiosen Newcomer und viel Zoff rund um die Rennstrecke gezeichnet war. Laßt uns diese Saison vergessen und nächstes Jahr wieder Rennen fahren, damit auch jemand Weltmeister wird, der geil fährt und nicht nur besser und geheimer spioniert.
Spruch der Woche
„Wenn wir beim ersten Autounfall die Produktion eingestellt hätten, müssten wir jetzt in den Stall gehen und Pferde füttern.“
(Ein Überlebender des Transrapid-Unglückes vor einem Jahr)